Epilepsie: Die häufigste neurologische Hunde-Krankheit

Epilepsie: Die häufigste neurologische Hunde-Krankheit

Neben Menschen können auch Hunde an der Nervenkrankheit Epilepsie erkranken. Wie sich dies äußert und was man in solch einem Fall tun kann, findet ihr hier.

Nicht nur beim Menschen gerät man in absolute Panik, wenn man plötzlich ein geliebtes Wesen auf dem Boden liegen sieht, wie es zuckt und kaum noch zu Atem kommt. Auch Hunden kann es so ergehen und der Anblick einer Epilepsie ist dann ebenso furchterregend.

Epilepsie ist eine chronische, neurologische Erkrankung, die sich bei Hunden genauso äußert, wie bei uns Menschen:

  • Der Hund wird unruhig, beginnt umher zu laufen
  • Es kommt zum Erbrechen
  • Dann fällt der Hund zu Boden, streckt die Beine von sich und beginnt zu zucken
  • Die Atmung wird schnell und heftig
  • Der Zustand wird nahezu katatonisch – offene Augen, aber nicht wirklich aufnahmefähig

Nach ein paar Minuten ist es dann vorbei. Scheinbar als wäre nichts gewesen. Hunde können danach zwar etwas desorientiert sein, im Normalfall ist für sie die Welt danach aber erst mal wieder in Ordnung.

Epilepsie bei Hunden

Epilepsie ist eine recht verbreitete Erkrankung bei Hunden. Dabei werden die Nervenzellen im Gehirn übermäßig erregt, was zu Entladungen im Gehirn führt und die Anfälle hervorruft. 4 von 10 Hunden haben diese Krankheit.

Es wird zwischen idiopathischer und symptomatischer Epilepsie unterschieden. Die idiopathische Form ist die geläufigere. Dabei sind die Hunde in jeder anderen Hinsicht völlig normal. In den Zeiträumen zwischen den Anfällen können sie also relativ normal Leben. Die einzige Ausnahme ist, dass sie ein Leben lang Medikamente nehmen müssen.

Diese Form von Epilepsie kann jeden Hund betreffen. Einige Rassen sind jedoch etwas anfälliger:

  • Golden Retriever
  • Schäferhund
  • Beagle
  • Boxer
  • Irish Setter
  • Spaniel
  • Pudel
  • Dackel

In der Regel tritt der erste Anfall zwischen dem ersten und fünften Lebensjahr auf. Bei manchen Hunden ist es sogar nur ein einziger Anfall, andere Hunde haben nach ihrem ersten Anfall in regelmäßigen Abständen immer wieder darunter zu leiden.

Eine symptomatische Epilepsie ist eine Epilepsie als Folgeerscheinung einer anderen Ursache, z.B. durch eine Kopfverletzung oder aufgrund von Giftstoffen, die über die Nahrung aufgenommen wurde.

Da man kaum etwas gegen diese Erkrankung tun kann, geschweige denn seinen Hund davor zu bewahren, können wir euch ein paar gute Tipps geben, wie ihr am besten damit umgehen könnt:

  • Geht sofort zum Tierarzt, wenn ihr einen möglichen Anfall beobachtet
  • Geht bei einem Anfall nicht dazwischen, der Hund könnte euch unbeabsichtigt verletzen
  • Versucht einen Anfall mit einer Kamera oder einem Handy aufzunehmen, damit der Tierarzt sich möglichst gut ein Bild davon machen kann
  • Stellt eurem Hund alle möglichen Behandlungsmethoden zur Verfügung, damit es ihm zwischen den Anfällen so gut geht, wie es nur Möglich ist
  • Liebt euren Hund in schlechten Zeiten genauso sehr wie in guten Zeiten

Hier findet ihr noch ein Video, das einen epileptischen Anfall zeigt. Schaut es euch aber nur an, wenn ihr nicht zu zart besaitet seid:

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