Hundeerziehung: Richtig belohnen und bestrafen

Hundeerziehung: Richtig belohnen und bestrafen

Hundeerziehung ist sehr komplex und nicht immer leicht. Hier findet ihr ein paar Tipps und Tricks, wie ihr euren Vierbeiner zu einem Vorzeige-Hund macht.

Hundeerziehung ist ein schwieriges Thema. Ihr fragt euch, was ihr machen könnt, damit euer Vierbeiner euch nicht auf der Nase herum tanzt? Hier gibt es ein paar einfache Tipps, wie ihr erreichen könnt, dass eure Hundeerziehung bestimmt gelingt.

Vermeidet Schreien

Insbesondere wenn sich ein Hund an ein neues Zuhause gewöhnen muss, muss man geduldig mit ihm sein und darf nicht direkt aus der Haut fahren, wenn er mal nicht so will wie ihr. Wenn ihr also zum Beispiel von eurem Hund erwartet, dass er zu euch kommt und es nicht direkt tut, dann schimpft nicht mit ihm wenn er irgendwann antrabt. Denn dann verbindet er das „zu euch kommen“ mit Schimpfen und wird es in Zukunft vermeiden.

Das Timing muss stimmen

Wenn ihr euren Hund lobt oder mit ihm schimpft, dann tut es zur richtigen Zeit. Das heißt so zeitnah wie möglich. Solltet ihr zum Beispiel mal nach Hause kommen und ihr seht eine Pfütze auf dem Boden, dann bringt es nichts noch mit dem Hund zu schimpfen, denn er könnte dies nicht mehr darauf beziehen, dass er auf den Boden gepinkelt hat. Vielmehr könnte er denken, dass er bestraft wird weil ihr nach hause gekommen seid. Ein Hund muss immer dann bestraft werden, wenn er gerade etwas falsch gemacht hat, denn nur dann erkennt er den Zusammenhang. So ist es natürlich auch mit Loben. Wenn ihr ihm ein Leckerchen gebt für etwas, dass er gut gemacht hat, tut es direkt. Sonst denkt er, er kriegt die Belohnung „einfach so“ und bezieht es nicht auf sein gutes Benehmen. Und warum sollte er sich gut benehmen, wenn es doch auch so Leckerchen gibt!?

Seid gemeinsam mit dem Hund aktiv

Wenn ihr euren Hund von der Leine lasst, dann reicht es nicht ihn einfach laufen zu lassen. Denn ein Hund tobt sich nicht von selbst aus. Wer spielt schon gern allein? Dazu braucht er also eure Hilfe. Ihr könnt euch verschiedene Dinge ausdenken, mit denen ihr euren Hund zum einen auspowert und zum anderen seine Sinne schärft. Versteckt euch zwischendurch und lasst ihn nach euch suchen. Oder lasst ihn etwas apportieren. Ihr könnt auch eine Fährte legen, der er dann folgen muss. Am einfachsten könnt ihr ihn natürlich fordern, wenn ihr einfach mal eine Weile mit ihm zusammen rennt.

Seid konsequent

Gebt nicht auf, wenn euer Hund nicht hören will. Es ist zwar nervenaufreibend wenn man 5 Minuten lang den gleichen Befehl ausspricht und er will sich partout nicht hinsetzen, er muss aber verstehen, dass er nach eurer Nase zu tanzen hat und nicht nach seiner. Beachtet dabei, dass ihr nicht lauter oder aggressiver werdet. Bleibt so konsequent wie schon von Beginn an. In diesem Zusammenhang bedeutet Konsequenz aber auch, dass ihr diese Befehle dann immer und immer wieder mit ihm trainiert. Nicht zu viel hintereinander, denn irgendwann hört der Hund nicht mehr weil er einfach keine Lust mehr hat. Aber ein paar Mal am Tag und dann einfach jeden Tag und ihr werdet sehen, schon bald sitzt der Befehl.

Auch Ignoranz ist eine Form der Hundeerziehung

Klingt vielleicht erstmal komisch, aber auch Ignoranz kann eine durchaus effektive Methode für eine gute Erziehung sein. Diese könnt ihr beispielsweise anwenden, wenn der Hund zu aufdringlich wird. Wenn er an euch hochspringt, dann fangt nicht an zu schimpfen, ignoriert es einfach. Es ist wie bei kleinen Kindern, die das nur für Aufmerksamkeit machen. Wenn sie merken, dass man ihnen keine Beachtung schenkt, dann hören sie irgendwann von ganz alleine auf.

Wendet unter keinen Umständen Gewalt an

Auch wenn Hunde ein kurzes Gedächtnis haben, wenn sie durch gewalttätige Aktionen leiden mussten, vergessen sie das nie mehr. Und es wird sie ihr Leben lang begleiten. Daher wendet niemals Gewalt an und bestraft euren Hund nur mit Worten und auf eine bestimmende, aber nicht laute Weise.

Hundeerziehung ist sicher keine leichte Aufgabe, aber wir müssen uns immer nur vor Augen halten, dass es die Hunde immer nur so gut machen können, wie es ihnen von Herrchen und Frauchen beigebracht wird.

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