Feuerwerk mit Hunden: Was tun wenn es knallt?

Feuerwerk mit Hunden: Was tun wenn es knallt?

Feuerwerk und laute Knaller bedeutet Stress für fast jeden Hund. Wieso das so ist und was man dagegen tun kann findet ihr hier.

Bald ist es wieder soweit, dann feiern wir ins neue Jahr und lassen es ordentlich krachen. Und das tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes. Denn überall im Land wird zu Silvester geknallt und ein großes Feuerwerk veranstaltet.

Für uns ist das Ganze ein riesen Vergnügen und bietet Groß und Klein eine Freude. Hunde hingegen sind von Feuerwerk so gar nicht begeistert und würden sich am liebsten unter dem Bett verkriechen. Sie fangen dann an zu zittern, manche rennen weg und andere suchen an einer sicheren Stelle Schutz.

Aber wie kommt das eigentlich?

Zum einen ist der ohrenbetäubende Lärm natürlich dafür verantwortlich. Wie ihr sicher wisst, haben Hunde ein viel sensibleres Gehör als wir Menschen. Sie hören besser, lauter und insbesondere Töne auf einer hohen Frequenz, die wir Menschen schon gar nicht mehr wahrnehmen können, hören Hunde ohne Probleme. Viele Hunde haben auch Angst vor Gewitter. Und genau dieses unregelmäßige, plötzlich auftretende Knallen ensteht bei einem Feuerwerk auch. Ein konstanter, lauter Ton ist für Hunde weniger erschreckend als ein solcher, der in gewissen Abständen immer wieder ertönt.

Das viel größere Problem, welches Hunde mit den Feuerwerkskörpern haben und was vielen gar nicht so bewusst ist, ist die Tatsache, dass die Schwefeldämpfe aus den Böllern und Raketen den Hunden regelrechte Schmerzen zufügen. Dies liegt an der überaus empfindlichen Nase. Im Vergleich zum Menschen riecht der Hund so gut, wie der Mensch im Vergleich zu einem Maulwurf sieht. Ihr könnt euch also vorstellen, wie empfindlich das Riechorgan sein muss. Auf 5 cm² Nasenschleimhaut hat der Hund bis zu 250 Millionen Riechzellen. Der Mensch hat 5 Millionen. Ein gewaltiger Unterschied also, der die Schwefeldämpfe in der Luft für den Hund zu einer echten Tortur werden lässt.

Was können wir bei Feuerwerk für unsere Hunde tun?

  • Das einfachste ist natürlich euren Hund so weit wie möglich vom Feuerwerk fern zu halten. Lasst ihn also am besten im Haus, während draußen geknallt wird.
  • Besonders angenehm für den Hund ist es auch, wenn ihr ihm Gesellschaft leistet. Denn auch ohne Schwefeldämpfe gibt es bei einem Feuerwerk in der Nähe noch genug Lärm, der ihm Angst bereiten könnte.
  • Was auch immer sehr gut funktioniert sind Ablenkungsmaßnahmen: Schaltet den Fernseher oder die Musik ein und dreht etwas lauter als sonst. Diese Geräusche sind für den Hund bei weitem nicht so erschreckend wie das Feuerwerk.
  • Wenn ihr den Schwefeldämpfen und dem Lärm ganz entfliehen wollt, nehmt euren Hund und fahrt mit ihm auf die Autobahn. Und falls ihr jetzt denkt „Na toll, was soll ich an Silvester um 24:00 Uhr auf der Autobahn?“, dann irrt euch mal nicht. Es gibt nichts schöneres als an Silvester um Mitternacht auf der Autobahn zu sein. Kein Mensch ist da, sodass ihr anhalten und aussteigen könnt. So habt ihr den optimalen Ausblick in verschiedene Richtungen auf jede Menge Feuerwerk.
  • Als weitere Maßnahme könntet ihr eurem Hund auch ein Beruhigungsmittel geben. Hier solltet ihr aber vorsichtig sein. Valium beispielsweise hält bei Tieren nicht so lange an, wie bei Menschen. Von möglichen Nebenwirkungen mal ganz abzusehen. Unbedenklich sind natürliche Produkte wie Pheromone oder Nahrungsergänzungsmittel.

In diesem Sinne wünschen wir euch viel Spaß bei der Planung eurer nächsten Silvesterparty mit Hund :-).

Wenn euch dieser Beitrag gefällt, liked uns auf Facebook oder folgt uns auf Google+, um weitere Hunde-Beiträge zu lesen.

Hinterlasse einen Kommentar

*