Gesetze rund um den Hund: Das müsst ihr beachten

Gesetze rund um den Hund: Das müsst ihr beachten

Gesetze gibt es nicht nur für Menschen sondern auch für Hunde und Hundehalter. Hier findet ihr die wichtigsten, die es zu beachten gilt.

Wenn man einen Hund besitzt ist nicht alles woran man denken muss das Futter zu kaufen und ihm ein Körbchen hinzustellen. Viele Dinge, die man wissen muss, gehen weit über den alltäglichen Umgang hinaus. Die meisten Hunde sind es beispielsweise gewohnt dort hinzumachen wo es gerade besonders gut riecht, aber was bedeutet das für Herrchen und Frauchen? Darf ein Hund überhaupt überall hinmachen? Und wer muss es gesetzlich wieder weg machen. Hier klären wir einige wichtige Fragen und die Lage der Gesetze dazu auf. Denn wie man sich in bestimmten Fällen verhalten muss, wissen meist nur die Wenigsten.

Muss ich meinen Hund in der Stadt anleinen?

Dies wird von Bundesland zu Bundesland, manchmal sogar auf Städte-Ebene entschieden. In fast allen Fällen sind Hunde auf folgenden Plätzen verboten:

  • Öffentliche Gärten/Grünanlagen
  • Spielplätze
  • Sportflächen
  • Friedhöfe
  • Schul- und Kindergartengelände

Leinenzwang hingegen herrscht meist an den folgenden Orten:

  • Fußgängerzonen
  • Märkte
  • Straßen- und Volksfeste

Es gibt auch Bereiche, da herrschen eingeschränkte Verbote. Hunde dürfen beispielsweise in einige Restaurants, aber nur in den Außenbereich, oder sie dürfen mit an den Strand aber nur in der Nebensaison von der Leine. Sollte man an einen Ort gehen, wo man sich nicht sicher ist was die Gesetze besagen, sollte man sich auf jeden Fall vorher erkundigen. Denn gesetzlich festgehaltene Vorschriften können bis zu 600 € Bußgeld bei einem Verstoß kosten.

Darf mein Hund im Hausflur oder auf dem Hof frei herumlaufen?

Hier beziehen sich Städte mit der Verabschiedung der Gesetze hauptsächlich auf Mehrfamilienhäuser, denn grundsätzlich darf man auf seinem eigenen Grundstück seinem Hund das erlauben, was man möchte. Wenn Städte oder Gemeinden entscheiden, dann haben sich auch Hauseigentümer daran zu halten. In Berlin beispielsweise herrscht grundsätzlicher Leinenzwang in Hausfluren. Informiert euch hier auf jeden Fall ausgiebig bei eurem Vermieter, damit ihr nicht in Schwierigkeiten geratet.

Gibt es keine städtischen Gesetze, dann können aber auch die Eigentümer entscheiden und das muss nicht immer im Sinne der Mieter sein. Wenn es also heißt im Hausflur oder aber auch im gemeinsam genutzten Garten muss der Hund an die Leine, dann haben Besitzer dem Folge zu leisten.

Muss mein Hund an die Leine, wenn Spaziergänger kommen?

Das ist in Gebieten, in denen Hunde grundsätzlich ohne Leine laufen dürfen, tatsächlich keine Pflicht. Natürlich ist es höflich, aber es unterliegt keinem Gesetz. Hundehalter sollten dies von der Erziehung ihres Hundes abhängig machen. Wenn er dazu neigt anderen Leuten vor die Füße zu laufen, sollte er entweder zum Besitzer gerufen werden oder kurz an die Leine genommen werden. Wenn er aber grundsätzlich friedlich ist und nur mal guten Tag sagen möchte, haben auch die meisten Spaziergänger nichts dagegen.

Muss ein Jogger für Hunde bremsen

Ob ihr es glaubt oder nicht, aber ja! Grundsätzlich ist es natürlich Aufgabe von Herrchen und Frauchen den Hund bei sich zu halten und sicherzustellen, dass er nicht jedem Jogger zwischen die Beine springt. Ein Jogger hätte im Falle eines Unfalls aber tatsächlich Mitschuld, wenn er sich trotz eines entgegenkommenden Hundes nicht bremsen lässt. Sturheit macht sich hier also definitiv nicht bezahlt. Nichtsdestotrotz bleibt die Hauptschuld beim Halter. Als Hundebesitzer sollte man daher lernen vorausschauend zu denken, denn egal wie friedlich und liebenswürdig ein Hund auch ist, es bleibt immer etwas Unberechenbarkeit da, die man nicht einschätzen kann. Und auch versehentliche Unfälle, sollten möglichst vermieden werden weil sie trotzdem teuer werden könnten.

Hilfreich und für einen verantwortungsbewussten Hundehalter nahezu unabdingbar ist der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung. Dadurch entstehen keine allzu großen Kosten für den Besitzer, die ihn in den Ruin stürzen könnten.

Was passiert, wenn mein Hund jemanden beißt, der ihn streicheln will?

Gesetzlich solltet ihr dafür nicht belangt werden können, da jedem klar sein muss, dass man fremde Hunde nicht einfach anfasst, ohne zu wissen, wie sie darauf reagieren könnten. Es ist ein etwas anderer Fall, wenn der Hund einer Maulkorb-Pflicht unterliegt aber keinen trägt. Grundsätzlich muss aber jeder Mensch vorsichtig sein und der Besitzer trägt keine Schuld, wenn Fremde einfach handeln, ohne zu fragen, ob es ungefährlich ist.

Was passiert, wenn Unfälle entstehen, weil mein Hund andere Menschen anbellt?

Hier gibt es keine Gesetze, die besagen wie in solchen Fällen entschieden wird, da es auf die jeweilige Situation ankommt. Wenn Hunde sehr bedrohlich sind und Menschen dadurch erschreckt werden, kann es passieren, dass man als Halter Schmerzensgeld zahlen muss, wenn dadurch Unfälle entstehen. Besonders ältere Menschen erschrecken sich schnell und dann spielt es keine Rolle, ob der Hund  mit dem Schwanz wedelt und eigentlich nur gute Absichten hatte. Wenn eine Person stürzt, weil sie sich durch das Bellen erschreckt, könnte eine satte Strafe büßen, die auch schnell mal in die Tausende geht.

 Was kann ich tun, wenn der Nachbarhund ununterbrochen bellt?

Dies würde in die Rubrik Lärmbelästigung fallen und könnte im schlimmsten Fall auch gesetzlich bestraft werden. Zuerst muss man natürlich selbst mit dem Nachbarn reden und versuchen, das Problem aus der Welt zu schaffen. Sollte das alles nichts nützen, dann muss protokolliert werden, wann und wie lange der Hund bellt. Das Ordnungsamt könnte dann ein Verbot aufsetzen, dass der Hund zu bestimmten Uhrzeit, also vorwiegend Nachts und Sonntags, nichts mehr raus darf oder nur mit Begleitung.

 Muss ich die Haufen meines Hundes auf der Straße wegräumen?

Die Entscheidung liegt bei der jeweiligen Gemeinde, im Normalfall ist es durch diese aber so bestimmt. In dem Fall kann es sehr schnell zu Bußgeldern kommen, wenn man sich nicht daran hält. Diese liegen zwischen 35 und 150 €, für ein kleines Häufchen also eine Menge Geld. Manche Gemeinden bestimmen sogar, dass Hundehalter die Pflicht haben immer ausreichend Kotbeutel mit sich zu tragen. Wenn sich Hundehalter nicht darum kümmern, dann muss das Ordnungsamt ran, die sind natürlich nicht begeistert und bestrafen Häufchen-Sünder daher umso lieber.

Darf ich in einer Mietswohnung einen Hund halten?

Ein grundsätzliches Verbot dafür dürfen Vermieter nicht aussprechen, allerdings benötigen zukünftige Mieter seine Zustimmung. Das heißt, dass ein Vermieter von Fall zu Fall entscheiden muss, ob er den Hund in der Wohnung erlaubt. Dies richtet sich nach Rasse, Größe und Verhalten des Vierbeiners. Hat der Vermieter das Halten des Hundes erlaubt und hinterher stellt sich heraus, dass er beispielsweise die anderen Mieter belästigt hat, kann er die Erlaubnis wieder zurück ziehen. Zu der Menge der erlaubten Hunde gibt es übrigens keine genaue Bestimmung, als Faustregel dazu gilt im Normalfall nicht mehr als zwei Hunde aber auch das ist von der Rasse und Größe abhängig.

Wie ihr seht gibt es einige Gesetze, die es zu beachten gilt und wahrscheinlich stehen noch weitere Fragen im Raum, die ihr uns gerne schicken könnt und wir werden für euch die Antwort in Erfahrung bringen. Habt also keine scheu und kommentiert was das Zeug hält.

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