Impfungen: Diesen Schutz sollte jeder Hund haben

Impfungen: Diesen Schutz sollte jeder Hund haben

Impfungen sind nicht nur für Menschen wichtig, sondern auch für Hunde. Hier findet ihr eine Übersicht zu den wichtigsten Impfungen.

Nicht nur wir Menschen müssen uns vor Krankheiten und Infektionen schützen. Auch Hunde brauchen Schutz und können nicht alle Abwehrkräfte selbst aufbringen. Daher müssen auch sie geimpft werden. Aber welchen Impfungen sie sie sich unterziehen sollten ist fragwürdig.

Besonders in den letzten Jahren sind die Meinungen dazu stark auseinander gegangen. Ist wirklich jede Impfung notwendig? Könnten sie nicht sogar mehr Schaden anrichten, als sie wirklich helfen? Die Empfehlungen dazu verändern sich stetig.

Die wichtigsten Regel-Impfungen:

  • Ansteckende Leberentzündung (HCC)
    • Werden über die Schleimhäute übertragen. In Westeuropa ist die Krankheit aber kaum verbreitet.
  • Leptospirose
    • Bakterielle Erkrankung, die  Fieber, Zittern und Muskelschwäche zur Folge haben. Auch Menschen können sich bei dieser Krankheit anstecken.
  • Parvovirose
    • Eine Viruskrankheit, die zu Durchfall, Fieber und Erbrechen führen kann.
  • Staupe
    • Eine im schlimmsten Fall tödliche Viruserkrankung, die die Atemwege, den Magen-Darm-Trackt, die Haut und das Nervensystem angreift.
  • Tollwut
    • Ebenfalls eine tödliche Viruserkrankung, die auch auf den Menschen übertragbar ist. Sie führt zu Unruhen und erhöhter Aggressivität.

Die Empfehlung ist, dass Leptospirose jedes Jahr geimpft wird und die anderen Impfungen alle 3 Jahre.

Das was vielen Tierschützern aufstößt ist nicht die Impfung an sich, sondern die Häufigkeit der Wiederholungen einer Impfung. Tierärzte sagen oft, dass es Nachimpfungen geben muss, damit diese überhaupt wirkt. Meist ist dies aber nur Geldmacherei und völlig unnötig.

Ein Tierarzt aus den USA sagt, dass die meisten Impfstoffe bis zu 7 Jahre lang schützen. Solang es ausreichend Antikörper im Blut des Hunde gibt, besteht also kein Grund, ihn alle 1 oder 3 Jahre mit einer Nadel zu konfrontieren.

Natürlich kommt es dabei auch immer etwas auf den Hund selbst an. Größe, Gewicht, allgemeiner Gesundheitszustand, Ernährung, Auslauf und Faktoren wie die Anzahl der gebildeten Antikörper und die allgemeine Erkrankungsgefahr sind ausschlaggebend dafür. Pauschal lässt es sich also nicht eindeutig sagen, welche Impfung wie lange hält.

Durch eine Titerbestimmung lässt sich exakt in Erfahrung bringen, wie viele Antikörper der Hund in seinem Blut hat. Dafür wird ihm Blut abgenommen und die Probe muss in einem Labor ausgewertet werden. Je nach Tierarzt kann eine solche Bestimmung allerdings bis zu 100 € kosten.

Es kann zwar passieren, dass ein Hund nach der Impfung ein paar Nebenwirkungen ausgesetzt wird, wie beispielsweise Übelkeit, Schwindel, allergische Reaktionen oder ein anaphylaktischer Schock. Zu einer Titerbestimmung oder zu der Gefahr krank zu werden, weil gar nicht geimpft wurde, steht dies allerdings in keinem Verhältnis.

Die Empfehlung lautet also ganz klar: Impfen! Insbesondere bei den oben genannten Krankheiten.

Hierzulande sind Impfungen beim Hund zwar keine Pflicht, es ist aber ratsam dies nicht zu vernachlässigen. Auch wenn bspw. Deutschland keine Fälle von Tollwut hatte in den letzten Jahren, würde ein Hund, der keine Tollwut-Impfung hat und von einem Hund gebissen wird, bei dem der Verdacht auf Tollwut besteht, eingeschläfert werden, um kein Risiko darzustellen. Sicher ist also sicher!

Wenn ihr mit eurem Hund ins Ausland verreisen wollt, ist es natürlich auch nochmal ein etwas anderer Fall. Dann kann es durchaus sein, dass einige Impfungen Pflicht sind, wenn man einreisen möchte. Hier in Deutschland gilt dies zum Beispiel für Tollwut. Wenn ein Hund nicht ausreichend gegen Tollwut geimpft ist, im Ausland war und nun wieder nach Deutschland einreisen will, müsste er 3 Monate lang in Quarantäne.

Lasst euch von eurem Tierarzt beraten und wenn ihr das Gefühl habt, er möchte nur Geld mit vielen Impfungen machen, dann fragt lieber noch bei einem zweiten Arzt nach. Grundsätzlich gilt aber auf jeden Fall, lasst euren Hund lieber zu viel als zu wenig impfen.

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