Pflege von Fell & Körper: Richtig und falsch

Pflege von Fell & Körper: Richtig und falsch

Hunde benötigen viel Pflege, um gesund zu bleiben und sich wohl zu fühlen. Hier findet ihr die wichtigsten Tipps und Tricks zur Pflege von Fell und Körper eures Vierbeiners.

Heutzutage leben Hunde bei weitem nicht mehr so sehr nach ihren natürlichen Gegebenheiten, wie es früher einmal war. Sie werden überzüchtet und so geschaffen, wie es die Menschen sich wünschen: Besonders langes Fell, Schlappohren usw. Dies hat zur Folge, dass man seinen Vierbeiner bei einigen Maßnahmen unterstützen muss, die früher noch naturgetreu selbst von ihm erledigt worden wären. Dies gilt insbesondere für die Pflege von Fell und Körper.

Sommer- und Winterfell

Fellwechsel zu den verschiedenen Jahreszeiten fällt bei den meisten Hunden an. Insofern einem Hund das lange Fell extra angezüchtet wurde, kann es passieren, dass er den Wechsel des Fells nicht ohne Hilfe schafft. Vor allem das Unterfell ist nur noch schwer vom Tier selbst zu entfernen, da er es nicht mehr in der Wildnis an Bäumen und Sträuchern abstreifen kann, wie es die Vorfahren getan haben.

Krallen

So wie beim Fell ist es heutzutage schwierig für den Hund noch selbst seine Krallen zu kürzen. Früher wurden sie durch das Leben draußen ausreichend abgerieben und durch unterstützendes Kauen, hat er sich selbst optimal versorgt. Mittlerweile schaffen das einige Hunde aber nicht mehr. Die Krallen müssen mit einer Schere gekürzt werden, damit sie nicht irgendwann zu lang sind und dem Hund in die Pfote schneiden.

Am besten ist es, wenn die Krallen regelmäßig von Herrchen oder Frauchen kontrolliert werden, damit es nicht zu Nagelbettentzündungen kommt. Auch die Pflege der Pfoten ist in diesem Zuge wichtig. Bei Spaziergängen im Wald kann es passieren, dass der Hund irgendwo rein tritt und sich die Pfote aufreißt oder Fremdkörper darin stecken bleiben. Dies ist zwar um einiges seltener der Fall als bei uns, da die Pfoten sehr widerstandsfähig sind, aber auszuschließen ist es dadurch nicht.

Das Schneiden der Krallen kann man übrigens auch beim Tierarzt machen lassen, wenn man selbst zu unerfahren dafür ist.

Zahnstein

Auch Zähne lassen sich durch das heutige Nass- oder auch Trockenfutter nicht mehr vollständig selbst reinigen. Hunde benötigen die Hilfe von Zahnpflegeprodukten, um Zahnstein zu vermeiden, der im schlimmsten Fall sogar das Ausfallen von Zähnen mit sich bringen kann.

Regelmäßige Pflege des Fells

Eines der wichtigsten Pflegemaßnahmen für Hunde ist die Fellpflege. Dies bedeutet regelmäßiges Bürsten, damit die Haare nicht verfilzen und je nachdem, wie lang das Fell wird, ab und zu auch schneiden. Das Ziel dabei ist, totes Haar, Dreck und überflüssige Unterwolle zu entfernen. Dadurch kommt es zu weniger Filzbildungen und zusätzlich habt ihr auch mit weniger Haaren auf dem Fußboden oder im Bett zu kämpfen :-).

Langhaarige Hunde sollten im besten Fall jeden Tag gekämmt werden, bei kurzhaarigen Hunden reicht es 1-2 Mal die Woche.

Was das Baden angeht sollte man vorsichtig sein. Anders als bei uns Menschen kann zu regelmäßiges Baden des Hundes dazu führen, dass die natürliche Schutzschicht des Körpers und des Fells beschädigt wird. Baden, insbesondere mit Shampoo, sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der Hund wirklich stark verschmutzt ist. Und wenn ein Shampoo benutzt wird, dann natürlich eins, das speziell für Hunde ist.

Einige Hunde, zum Beispiel Terrier, müssen alle paar Monate getrimmt werden. Dies ist ein Verfahren, bei dem abgestorbene Deckhaar vorsichtig ausgezupft wird.

Augen und Ohren

Augen können sehr schnell verschmutzen. Nach dem Schlafen, beim Spaziergang und Durchforsten von Büschen oder weil langes Fell in den Augen hängt. Daher sollten diese vorsichtig 1-2 Mal täglich mit einem feuchten Tuch ausgewischt werden. Von innen nach Außen selbstverständlich.

Und wo wir grade beim Kopf sind, dürfen die Ohren natürlich auch nicht fehlen. Überflüssiges und zu langes Fell sollte gekürzt werden, von Innen sollten die Ohren alle paar Tage von Schmutz befreit werden. Vor allem Hunde mit Schlappohren sind dort besonders anfällig für Schmutz.

Wenn ihr euch gut um die Körper- und Fellpflege eures Hundes kümmert, erspart ihr euch und eurem Vierbeiner viel Leid und für die Brieftasche ist es sicherlich auch das Beste, denn wenn es erst einmal zu spät ist, dann muss der Tierarzt unter Umständen häufiger aufgesucht werden.

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