Bindung zwischen Hund und Mensch stärken – So werdet ihr ein echtes Team

Bindung zwischen Hund und Mensch stärken – So werdet ihr ein echtes Team

So könnt ihr die Beziehung zwischen Hund und Mensch stärken.

Wenn ihr euch für einen Hundewelpen als Haustier entschieden habt, übernehmt ihr viel Verantwortung. Der kleine Hund benötigt viel Bewegung und Beschäftigung, braucht eine gesunde Ernährung und vor allem einen Besitzer, der ihm behutsam die große, noch unbekannte Welt zeigt. Das erfordert viel Zeit und Geduld. Noch bevor ihr eurem Welpen die ersten Kommandos beibringt, solltet ihr an einer guten Bindung zu dem Tier arbeiten. Es ist wichtig, dass euer Hund euch voll und ganz vertraut. Ein Welpe, der weiß, dass er sich auf seinen Besitzer verlassen kann, fühlt sich sicher bei seinem Menschen und orientiert sich gerade in neuen oder schwierigen Situation an ihm. Eine gute Bindung zwischen Mensch und Hund ist daran erkennbar, dass der Vierbeiner Schutz bei seinem Besitzer sucht, wenn er in eine beängstigende Situation gerät, anstatt panisch zu flüchten. Sofern Hund und Mensch ein echtes Team sind und eine vertrauensvolle Bindung haben, erleichtert das auch die spätere Erziehung des Hundes. Doch wie lässt sich eine gute Bindung zu einem kleinen Welpen aufbauen? Wir verraten euch, wie ihr das Vertrauen eures Vierbeiners gewinnen könnt.

Die Grundbedürfnisse des Hundes erfüllen

Zunächst gilt es, die Grundbedürfnisse des Welpen immer zu erfüllen. Es versteht sich von selbst, dass er ausreichend Futter, Wasser und Beschäftigung benötigt, damit er sich bei euch wohlfühlt und eine Vertrauensbasis entstehen kann. Ein anderes, ebenso wichtiges Grundbedürfnis des Welpen wird aber gern vergessen: Gerade bei jungen Hunden ist der soziale Kontakt extrem wichtig. Bisher lebte der Welpe schließlich eng mit seiner Mutter und seinen Geschwistern zusammen. Wenn in eurer Familie ein Zweithund vorhanden ist oder er direkt mit einem Geschwisterchen einziehen darf, ist das natürlich ideal. Andernfalls seid ihr als Menschen jetzt das Rudel des Welpen. Damit er das begreift, könnt ihr den Hund in eurer Nähe schlafen lassen, am besten mit Körperkontakt. So merkt er schnell, dass er jetzt neue Sozialpartner hat, die auf ihn aufpassen, wenn er schläft. Das stärkt eure Beziehung enorm.

Zur wichtigsten Bezugsperson des Welpen werden

Wichtig ist auch, dass der Welpe am Anfang in einem konstanten Umfeld ist. Damit er seine neue Familie als Bezugspersonen akzeptiert, sollte der Hund in der Kennenlernphase nicht zu lange zu Bekannten oder Freunden zum Aufpassen abgegeben werden. Im Idealfall sollte der Hund in der ersten Zeit nur mit seinen wichtigsten Bezugspersonen zusammen sein.

Dem Welpen die Ängste nehmen

Im Alltag solltet ihr eurem Welpen zeigen, dass er sich immer zu 100 Prozent auf euch verlassen kann. Das gilt insbesondere dann, wenn er sich fürchtet. Viele neue Situationen wirken auf einen Welpen beängstigend. Wenn ihr eurem Hund in solchen Momenten vermittelt, dass es keinen Grund zur Angst gibt, lernt er am besten, euch zu vertrauen. Das bedeutet aber auch, dass ihr ihn beschützt, wenn es tatsächlich angebracht ist.

Belohnen statt bestrafen

Eine der wichtigsten Grundregeln in der Welpen-Erziehung besteht darin, dass der Hund nicht für Dinge bestraft wird, die er noch gar nicht kennt oder gelernt hat. Welpen legen die Verhaltensweisen, die vom Besitzer als Fehler betrachtet werden, nicht aus Boshaftigkeit an den Tag. Sie wissen einfach noch nicht, was der Mensch überhaupt von ihnen erwartet. Seht über unerwünschte Verhaltensweisen hinweg und belohnt den Welpen lieber ausgiebig, wenn er etwas richtig gemacht hat.

Gemeinsame Erfolgserlebnisse schaffen

Auch gemeinsame Erfolgserlebnisse sind extrem wichtig für eine gute Bindung zwischen Hund und Mensch. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Erste Erfahrungen mit Wasser
  • Suchspiele
  • Balancieren auf Baumstämmen

Außerdem könnt ihr dem Hund verschiedene Hundetricks beibringen. Solche Hundetricks sind in vielerlei Hinsicht ideal für eine vertrauensvolle Bindung zwischen Mensch und Hund. Durch jeden Trick, den ihr gemeinsam lernt, stärkt ihr eure Hund-Mensch-Bindung. Schon nach einigen Tricks merkt ihr, wie sich die Kommunikation mit eurem Welpen positiv verändert und ihr zu einem echten Team werdet. Auch das Vertrauen lässt sich so stärken. Achtet aber darauf, dass ihr euren Welpen nicht gleich überfordert. Es ist wichtig, das Training mit einem Erfolgserlebnis zu beenden. Belohnt den Hund am Ende mit leckeren Hundesnacks, einem mündlichen Lob und einer ausgiebigen Kuscheleinheit. Dann wird er beim nächsten Mal wieder mit Begeisterung am Training teilnehmen.

Ohne Leine spazieren gehen

In sicheren Gegenden könnt ihr gelegentlich ohne Leine mit dem Welpen spazieren gehen. Hierbei müsst ihr natürlich die Leinenpflicht der einzelnen Bundesländer beachten. Das Weglassen der Leine ist von Vorteil, weil der Welpe dabei lernt, auf seinen Menschen zu achten und sich an ihm zu orientieren, damit er nicht den Anschluss verliert. Gleichzeitig seid ihr dazu gezwungen, mehr mit dem Hund zu kommunizieren.

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